21.10.2012 / 3.Landstrasse

Gedenksteine und Veranstaltungen 2012

  • Czapkagasse 5 (Ecke Seidlg. 35) - Hans AMENT (1934-1944). In diesem Haus lebte Hans Ament mit seiner Familie bis 1939. Dann floh seine Familie mit ihm nach Frankreich. Hans fand im Kinderheim von Izieu bei Grenoble für einige Monate Geborgenheit. Am 6.April 1944 überfiel die Gestapo das Heim. Alle anwesenden 44 Kinder sowie deren sieben Erzieherinnen und Erzieher wurden verschleppt, Hans nach Auschwitz deportiert und ermordet. Er war gerade 10 Jahre alt. Hans war eines der „Kinder von Izieu“.

Am 11. November 2012 wurden folgende Gedenktafeln übergeben.

  • Kundmanngasse 13 - Die Hausgemeinschaft dieses Hauses hat nach Nachforschungen über die Schicksale der jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner beschlossen, diese Gedenktafeln zu setzen: Berta und -Emma HAUSER und Moses, Flora und Adrienne BERKUN
  • Paracelsusgasse 8 -In diesem Haus sind 47 Opfer der Shoa zu beklagen. Zwei Buben konnten durch den Kindertransport nach Großbritannien gerettet werden. Der nun überlebende Bruder wird mit seiner Familie und Verwandten nach Wien zur Eröffnung der Gedenktafel kommen. Auf der Tafel wird besonders den Familien Ing. Robert und Nelly SUBAK sowieErnst und Marianne SUBAK gedacht werden.
  • Keilgasse 6 (nahe Rennweg – Fasankreuzung) - Hier lebten sieben jüdische Personen. Die Gedenktafel hebt hervor: Erna Förster und Carl Förster(Feintuch). Sie überlebten den berüchtigten KLADOVO-Transport nicht. Maria Förster konnte sich durch Flucht retten.